Mittwoch, 11. Oktober 2017

Heiliger Papst Johannes XXIII

Johannes' Glassarg in einer Seitenkapelle des Petersdomes im Rom
Quelle: Ökumensiches Heiligenlexikon

Die Katholische Kirche feiert heute den Gendenktag des Heiligen Papstes Johannes XXIII. Die Älteren werden ihn noch als Papst kennen. Die jüngeren wissen vielleicht, dass er das 2. Vatikanische Konzil begonnen hat und als Übergangspapst gilt. Aber wer war dieser Papst?
 Vor einem Lebenslauf, kurz einige Daten:
1881 geboren
1904 Priesterweihe
1925 Bischofsweihe
1953 zum Kardinal ernannt
1958 zum Papst gewählt
1963  gestorben
2000 Seligsprechung
2014 Heiligsprechung

Geboren wurde er  als Angelo Roncalli. Dieser Name wird vielleicht auch noch vielen was sagen, vor allem seine Anekdoten.  Wir wissen, dass er ein sehr humorvoller Mensch war, der auch über sich selbst lachen konnte.
Roncalli ist in einer kinderreichen Familie auf dem Lande aufgewachsen. Bis zum Schluss wollte er eigentlich nichts anderes sein als ein einfacher Landpfarrer. Doch da er sehr intelligent war und auch in Theologie promovierte, bekam er schon ein Jahr nach seiner Priesterweihe (1904) in Jahre 1905 andere Aufgaben: Er wurde Sekretär des Bischofs, lernte die Welt kennen.
Auch später, als Beauftragter des Vatikans  in verschiedenen Ländern bekam er viel zu sehen. Dies prägte ihn. Er sah lernte die verschiedenen Konfessionen kennen, die er schätzte. Dadurch kam es zu Spannungen mit Rom, denn damals galt der Grundsatz, dass das Heil nur in der katholischen Kirche zu finden sei.
Nur einen Monat nachdem Roncalli zum Papst gewählt worden war kündigte er ein Konzil ein, zur Reform und auch für ein besseres Miteinander der Konfessionen und Religionen. 1962 wurde dieses eröffnet.
Auch politisch hatte er Einfluss, vor allem auf die Kubakrise. Er war mit verantwortlich dafür, dass es keinen Angriff gab.

Für Roncalli war es auch wichtig, sich selbst nicht zu sehr in den Mittelpunkt zu stellen, sich selbst nicht zu wichtig zu nehmen. Und: Es gab sehr gute Vorsätze, immer nur für einen Tag. (Diese zum Schluss)


 Tagesgebet an seinem Gedenktag:
Allmächtiger, ewiger Gott, im heiligen Papst Johannes hast du der Welt ein lebendiges Abbild Christi, des guten Hirten, aufleuchten lassen. Gib uns auf seine Fürsprache die Kraft, dass wir den Reichtum christlicher Liebe mit Freude weiterschenken. Darum bitten wir durch Jesus Christus.


Nur für heute
Die Zehn Regeln der Gelassenheit

• Nur für heute werde ich versuchen, im guten Sinn für diesen Tag zu leben, ohne alle Probleme meines Lebens auf einmal lösen zu wollen.

• Nur für heute werde ich größte Sorgfalt auf mein Auftreten legen: mich zurückhaltend kleiden, nicht laut werden, höflich sein im Umgang; ich werde niemanden kritisieren, verbessern oder zurechtweisen — außer mich selbst.

• Nur für heute werde ich glücklich sein in der Gewissheit, dass ich ins Leben gerufen wurde, um glücklich zu sein — nicht nur in der anderen Welt, sondern auch in dieser.

• Nur für heute werde ich mich den Umständen anpassen, ohne zu erwarten, daß alle Umstände sich nach meinen Wünschen richten.

• Nur für heute werde ich zehn Minuten meiner Zeit einer guten Lektüre widmen; denn wie Nahrung notwendig ist für das Leben des Leibes, so ist gute Lektüre notwendig für das Leben der Seele.

• Nur für heute werde ich eine gute Tat tun und niemandem davon erzählen.

• Nur für heute werde ich wenigstens eine einzige Sache tun, zu der ich mich überwinden muss; wenn meine Gefühle dabei verletzt werden, so werde ich es niemanden merken lassen. 

• Nur für heute werde ich mir einen genauen Plan machen; auch wenn ich ihn dann vielleicht nicht Wort für Wort befolge, werde ich ihn aufstellen — und ich werde mich vor zwei Übeln in Acht nehmen: vor Hektik und vor Unentschlossenheit.

• Nur für heute werde ich mich darauf verlassen, auch allem anderen Anschein zum Trotz, dass die gütige Vorsehung Gottes sich meiner annimmt, als gäbe es sonst niemanden auf der Welt.

• Nur für heute werde ich keine Angst haben. Insbesondere werde ich keine Angst davor haben, mich an allem Schönen zu freuen und an das Gute zu glauben. Auch wenn mich der Gedanke, es mein Leben lang so machen zu müssen, bestürzen würde, so kann ich es doch gewiss tun für zwölf Stunden.



Ein Film über diesen Papst ist hier zu sehen.
Über sein Geistliches Tagebuch kann man bei Lara liest einiges erfahren.

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