Mittwoch, 14. Februar 2018

"... dann trete ich eben aus der Kirche aus!"

Quelle: Fotolia


So leicht ist der Satz dahin gesagt – und immer mehr Menschen treten aus der Kirche aus.  Dafür braucht es inzwischen gar nicht viel: Steht irgendwas Negatives in der Tageszeitung oder berichten die Nachrichten darüber,  ist schon die Überlegung da, aus der Kirche auszutreten. Wegen eines einzelnen Menschen, der etwas falsch gemacht hat. Und man macht sich keine Gedanken mehr: Da treten Menschen, die evangelisch sind, aus ihrer Kirche aus, weil sie irgendwas gelesen haben, was in der katholischen Kirche nicht in Ordnung ist und umgekehrt. Die Leute wissen zum Teil gar nicht mehr um die Unterschiede, wo sie wirklich dazugehören.
Dabei macht mich etwas stutzig: Die gleichen Menschen, die aus der Kirche austreten, setzten sich gleichzeitig für die eigenen Firma ein, wenn da einer der Manager ein Fehler macht.
Auch wenn der Vergleich hinkt: Würden diese Personen nach dem gleichen Prinzip handeln, bei dem sie handeln wenn es um die Kirche geht, müssten sie konsequenterweise den Betrieb verlassen. 
Das gleiche gilt für eine Ehe: Hier wird gekämpft, damit diese bestehen bleibt. 

Man kann es auch so sagen: Für die Kirche übertragen heißt dies: Kämpfen! Kämpfen um den guten Ruf. Denn, wenn wir ehrlich sind: Fast jeder von uns kennt irgendjemanden, der in der Kirche ist und der positiv überzeugt. Warum dann unbedingt alles negativ sehen?
Jeder von uns ist Kirche und daher sollten wir auch dafür kämpfen, dass ein positives Bild entsteht, so dass Vertrauen wachsen kann, kein Misstrauen mehr da ist. An mir selbst liegt es, für was ich mich entscheide.

Vielleicht noch ein Gedanke: In einer Zeitschrift las ich vor ein paar Tagen mehrere Artikel zum Thema Gemeinde und Kirche. Ein Schlagwort war, dass die Gemeinde (und damit die Kirche) immer ein umkämpfter Ort ist. Gleichzeitig  wurden viele Zeugnisse gegeben, warum jemand in der Kirche bleibt.
Vielleicht hat jemand Lust, genau dazu einen Kommentar zu hinterlassen.

Noch ein Gedanke ganz zum Schluss, da nun die Fastenzeit beginnt: Statt etwas wegzulassen, könnte man ja selbst daran arbeiten, das Bild in der Kirche positiv darzustellen. - Das fängt bei jedem selbst an.

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