Labels

10 Gebote 2. Vatikanisches Konzil Abtreibung Advent Adventskalender Adventsmusik Afrika Apostel Aschermittwoch Barmherzigkeit Bekenner Berufung Berufungen Beziehung zu Gott Bibel Bischof Blogger China Christ sein Christentum Christkind christliche Ehe christliche Filme christliches Leben Dank Das Weihnachtsgeheimnis Devotionalien Dreieinigkeit. Einheit der Christen Emmanuel Engel Erna Stieglitz Erziehung Eucharistische Anbetung Europa Evangelist Exerzitien Familie Fasching Fasten Fastenzeit Fatima Feste im Kirchenjahr Flüchtlinge Frauen Fremde Frieden Frühling Für Priester und Ordensleute beten Ganzhingabe Gast im Kloster Gebet Gemeinschaft Gerechtigkeit Geschichte für Kinder Glaube Gleichnis Gleitschirmfliegen Gott Gottes Wille Gottesmutter Maria Grenzen Heilig sein Heilige Heilige Messe Heiliger Geist Immanuel Impressum in eigener Sache Ja-Sagen Jahr der Barmherzigkeit Jesus Christus. John Bunyan Jostein Gaarder Jünger-Sein Jungfrauenweihe Katechismus Kinder Kirche Kirchenjahr Kirchenjahr; Gottesmutter Maria Kleidung Kloster Klosterleben kochen Kreuz Kreuzweg Leben Leben für Gott Leib Christi Liebe Lieder zur Weihnachtszeit Links Lob Luzifer Mann Maria Marias kleiner Esel Märtyrer Martyrium Mission Mönch Musical Musik Neujahr O-Antiphonen Opus Dei Ordensleute Ostern Osterzeit Papst Partnersuche Patrone persönlicher Glaube Pfingsten Politik Prophet Sakramente Sakramete Schuld Sünde Vergebung Versöhnung Vertrauen Verzicht Weihnachten Werbung Werke der Barmherzigkeit wie kann ich Kommentare abgeben Witwenweihe Wunder Zu Bibeltexten

Mittwoch, 9. Oktober 2019

"Wem ihr die Sünden vergebt..."

Quelle: Fotolia

Die Vergebung der Sünden – ein großes Thema. Jesus gab nach seiner Auferstehung den Aposteln, die Sünden zu vergeben. In der alten Einheitsübersetzung ist der Satz zu lesen:
„Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben; wem ihr die Vergebung verweigert, dem ist sie verweigert.“ (Joh 20,23)

Zu diesem Satz möchte ich einiges schreiben, zunächst aus katholischer Sicht zum Sakrament der Versöhnung, dann etwas allgemeiner und schließlich möchte ich noch auf weitere Übersetzungen eingehen.

Zunächst zum Sakrament der Versöhnung:
Christus hat den Apostel die Macht gegeben, Sünden zu vergeben. Die Nachfolger sind die Priester. Daher ist es wichtig, diese Vergehen auch vor einem Priester auszusprechen. Manch ein Mensch hat große Lasten, die Menschen nicht bereit sind zu vergeben. Ganz schlimm wäre eine Abtreibung oder ein Mord. Viele wissen nicht, wie sie mit der Schuld umgehen sollen, die sie wirklich bereuen.  – Doch durch einen Priester kann Gott vergeben.

Der Satz, ausgeweitet, auf alle Menschen:
Es gibt Menschen, auch unter Christen, die nachtragend sind, sehr nachtragend sind. Wenn es ganz schlimm wird, tragen sie ihr ganzes Leben lang dem anderen etwas nach. – Das  wirkt sich auf die Beziehung aus.
Und derjenige, der so nachtragend ist, gibt dem anderen nicht die Chance, sich zu ändern. „Du warst schon immer so, du wirst auch immer so bleiben!“ Das ist die Aussage, die dahintersteckt. Wer zieht damit wohl mehr Schuld auf sich? Das sollte sich mal jeder selbst fragen.
Gleichzeitig erinnert es mich auch an das Gleichnis vom Knecht, dem viel vergeben wird, der aber seinem Schuldner nichts erlässt. So landet später der Knecht im Verließ (Mt 18, 23 ff)

Weitere Übersetzungen:
Ich finde es immer interessant, sich mal andere Übersetzungen anzusehen, denn die Aussage kann anders ankommen. Ich habe zum Beispiel eine Bibel aus dem Jahre 1968. Da heißt es: „Welchen ihr die Sünden nachlasset, denen sind sie nachgelassen, und welchen ihr sie behaltet, denen sind sie behalten.“
Das Wort „behalten“ wird in der neuen Einheitsübersetzung auch wieder verwendet. Man muss eben weiterhin mit der Schuld leben.  Das Wort „behalten“ kommt in mehreren Übersetzungen vor. Bei den Synonymen sind die heftigsten Begriffe hierfür  „verweigern“ oder „verwehren“. Übrigens steht das Wort verweigern in einer Übersetzung.
Was mich zum Überlegen gebracht hat ist auch das Wort „nachlassen“. Heißt das nicht, dass vielleicht nur ein Teil erlassen wird? In der Lutherübersetzung von 2017 steht das Wort „erlassen“. Wenn ich jedoch  online Synonyme suche, wird zum Teil die gleiche Bedeutung angezeigt.
In der Übersetzung „Hoffnung für alle“ lautet der letzte Teil: „Und wem ihr die Schuld nicht vergebt, der bleibt schuldig“
 Statt „Sünden erlassen“ steht in einigen Übersetzungen „vergeben“. Ich denke, mit diesem Wort kann jeder etwas anfangen.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Hinweis: Nur ein Mitglied dieses Blogs kann Kommentare posten.