Mittwoch, 21. Juni 2017

Herz-Jesu-Fest

Quelle: Fotolia

Der Juni gilt als Herz-Jesu- Monat, am Freitag feiern wir das Herz-Jesu-Fest. (Jährlich am Freitag der dritten Woche nach Pfingsten, es ist sogar ein Hochfest.)
Lange konnte ich damit nichts anfangen. Ausschlaggebend dafür waren die Herz-Jesu-Figuren, die man in vielen Kirchen sieht und die auf mich etwas kitschig wirken. Jesus, mit einem großen Herz, auf das er zeigt. Diese Darstellung hat dazu geführt, dass ich eben nichts von dem Fest gehalten habe. Dabei ist es wirklich wertvoll.
Es sagt eben aus, dass Jesus ein Herz für uns hat, alles für uns tut.  Bei Seinem Kreuzestot ist dies offenbar geworden.
Die Texte im Stundenbuch vom Fest lassen einiges erahnen. Hier einige Antiphonen:
-         Mit ewiger Liebe hat uns der Herr geliebt; von der Erde erhöht hat er uns voll Erbarmen an sein Herz gezogen
-         Lernt von mir, denn ich bin gütig und demütig von Herzen; und ihr werden Ruhe finden.
-         Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid! Ich will euch erquicken.
-         In Seiner barmherzigen Liebe hat uns Gott besucht und seinem Volk Erlösung geschaffen.

Im Gotteslob Nr 464, bzw Evangelischen Gesangsbuch Nr 409 steht dazu ein etwas moderneres Lied: „Gott liebt diese Welt“
Hier kann man die ersten drei  Strophen hören, der Text ist unten angegeben. Das Lied hat im GL aber acht Strophen, daher möchte ich Strophe 4-7 hier wiedergeben. Die 8. Strophe ist die gleiche, wie die 1. Strophe.
v  Gott liebt diese Welt. Ihre Dunkelheiten hat er selbst erhellt. Im Zenit der Zeiten kam sein Sohn zur Welt
v  Gott liebt diese Welt. Durch des Sohnes Sterben hat er uns bestellt zu des Reiches Erben. Gott erneut die Welt.
v  Gott liebt diese Welt. In den Todesbanden keine Macht ihn hält, Christus ist erstanden: Leben für die Welt.
v  Gott liebt diese Welt. Er wird wiederkommen, wann es ihm gefällt, nicht nur für die Frommen, nein für alle Welt.

 Und hier noch eine Predigt von Pfarrer Johannes Kreier: 




Mittwoch, 14. Juni 2017

Fronleichnam

Und wieder feiern wir - wie jedes Jahr - Fronleichnam. Morgen ist es so weit.
Die Gläubigen werden für den Glauben auf die Straße gehen, in einer "Demonstation" zeigen, an was sie glauben
Da ich schon einmal ausführlich einen Beitrag zu Fronleichnam hatte, nun eine Predigt von Pfarrer Johannes Kreier: 





Das Stundengebet hat wunderbare Antiphonen zu diesem Fest. Die Texte dazu kann man hier  lesen. Es gibt die Texte der Laudes wieder. zu den anderen Texten rechts auf die jeweiligen Gebetszeiten klicken.



Mittwoch, 7. Juni 2017

Die Seherkinder von Fatima

Jacinta Marto (links), ihre Kusine Lucia de Jesus und ihr Vetter Francisco, aufgenommen von zur Zeit der Erscheinungen, Foto im Informationszentrum des Santuarios
Quelle: Ökumensiches Heiligenlexikon

Am 13. Mai dieses Jahres jährte sich zum hundertsten Mal die Marienerscheinung in Fatima. Aus diesem  Anlass sprach Papst Franziskus am 13. Mai auch die beiden Seherkinder Jacinta und Francisco heilig. 
Papst Johannes Paul II sprach die beiden schon im Jahre 2005 selig. Kurz vorher starb im gleichen Jahr  Sr. Maria Lucia, die dritte der Seherkinder.
Was wissen wir von den dreien?
Alle drei besuchten keine Schule und mussten Schafe hüten. Schon im Jahre 1916 hatten sie drei Engelerscheinungen und eine Marienerscheinung. – Über die Marienerscheinungen weiß die ganze Welt gut Bescheid – Hier habe ich den Film darüber gepostet: 



Lucia im Habit der Dorotheenschwestern mit dem Bischof von Leira, Dom Josè Alvez Correia da Silva, der sie zur Niederschrift der dritten Offenbarung, des „Geheimnis von Fatima”, anleitete
Quelle: Ökumenische Heiligenlexikon

 Am meisten ist wahrscheinlich von Lucia bekannt, die sehr lange lebte. Sie wurde im Jahre 1907 geboren, war also zum Zeitpunkt der Erscheinungen zehn Jahre alt. Mit erst 14 Jahren trat sie in Porto in das Kolleg der Dorotheenschwestern ein und schloss sich dann später in Spanien den Dorotheenschwestern  an. Sie lebte 17 Jahre bei diesen Schwestern, hatte auch nochmals Marienerscheinungen. Auf Wunsch des Bischofs von Leira (siehe Foto oben)  schrieb sie in dieser Zeit das dritte Geheimnis auf
 Nach 17 Jahren in dieser Gemeinschaft wurde Lucia dann Karmelitin in Coimbra.  Sie darf aber 1967, zum 50. Jahrestag der Erscheinungen nach Fatima, in der Zeit, in der Papst Paul VI auch dort war, ebenso  am 13. Mai 1982, als Papst Johannes Paul II dort weilte
Drei Jahre nach ihrem Tode eröffnete Papst Benedikt XVI den Seligsprechungsprozess. Sie ist also verehrungswürdig, ihr Gedenktag ist der  13. Februar. 



Francisco, fotografiert zur Zeit der Erscheinungen
Quelle: Ökumenisches Heiligenlexikon

Von Francisco ist nicht so viel bekannt. Er war der Cousin von Lucia und Bruder von Jacinta. Geboren wurde er 1908, mit zehn Jahren erkrankte er an der Spanischen Grippe, die in dieser Zeit Millionen von Opfern forderte. Am 04. April 1909 starb Francisco einen Tag nach seiner Erstkommunion  an dieser Grippe.  Dieser Tag ist auch sein Gedenktag

Jacinta (auf dem obersten Bild ganz links) war die Jüngste. Sie wurde 1910 geboren . Sie gab einiges von dem, was die Muttergottes sagte weiter. Die Oberin eines Kinderheimes berichtet zwei Sätze, die Jacinta gesagt hatte:
„Der Ungehorsam von Priestern und Ordensleuten gegen die eigenen Oberen und gegen den Heiligen Vater missfällt dem Heiland sehr.“
„Die Priester sollten sich nur mit den Angelegenheiten der Kirche und der Seelen beschäftigen.“
Von Jacinta ist auch bekannt, dass sie sowohl ihr eigenes Schicksal verschiedenen Leuten voraussagte, als auch einem Arzt der sie behandelte, dessen Tod.
Wie Francisco erkrankte Jacinta an der Spanischen Grippe. Zunächst erholte sie sich wieder, starb aber dann am 20 Februar 1920 nach einer langen, schmerzvollen Krankheit (wahrscheinlich Rippenfellentzündung), in einem Krankenhaus. Sie wurde wegen der Entzündung operiert. 
 Zusammen mit ihrem Bruder wurde sie am 13. Mai   2000 von Papst Johannes Paul II seliggesprochen und dieses Jahr am 13. Mai -  auch zusammen mit ihrem Bruder -  von Papst Franziskus heiliggesprochen.
Jacinta ist Patronin von Kranken, Gefangenen, und denjenigen, die wegen ihres Glaubens verfolgt werden. (Was in der heutigen Zeit gar nicht so wenige Menschen sind)

Mittwoch, 31. Mai 2017

Gebetsanliegen des Papstes für Juni

Quelle: Fotolia


Für die Lenker der Staaten:
Dass sie sich fest verpflichten, jegenlichen Waffenhandel zu unterbinden, der so viele unschuldige Menschen zu Opfern macht.


Dazu ein Vorschlag von mir: Jeder möge diese Intension zwar für alle Staaten beten, aber besonders auch für das Land, in dem er lebt. Denn fast alle Staaten liefern irgendwelche Waffen. Deutschland übrigens auch.

Mittwoch, 24. Mai 2017

Beten für....


 Am heutigen Mittwoch ist Gebetstag für die Kirche in China. 
Papst Benedikt hat diesen Gebetstag 2007 eingeführt, er ist immer am  24. Mai. In China wird an diesem Tag liturgisch der Gedenktag der Allerseligsten Jungfrau Maria gefeiert, die den Gläubigen in China im Marienheiligtum von She-Shan in Shanghai als "Hilfe der Christen verehrt wird. Bitte im Gebet an China denken.

🙏

Gleichzeitig fängt Morgen, an Christi Himmelfahrt die Novene zu Pfingsten an. Man braucht ja nicht ganz lange Texte beten, aber einfach in einem bestimmten Anliegen.
Vielleicht einfach für (einen) Menschen, mit denen man Probleme hat, oder für eine problematische Situation, sei es eine persönliche, oder im Hinblick auf die (Welt-) Politik, auf Terror, Verbrechen... Im Vertrauen auf den Heiligen Geist dürfen wir bitten.

Mittwoch, 17. Mai 2017

Fatima....

Eigentlich wollte ich über die neuen Heiligen einen  Bericht schreiben. Mir fehlte leider die Zeit. Daher hier einfach ein ganz kurzes Video: 




Und noch eine tolle Predigt von Pfarrer Johannes Kreier: 




Mittwoch, 10. Mai 2017

Der Jünger, der Jesus liebte

video
Quelle: Fotolia



Gerade in der Fastenzeit und erst Recht in der  Osterzeit hören wir immer wieder vom Jünger, den Jesus liebte, bzw. vom Jünger, der Jesus liebte. Es heißt immer, damit ist der Apostel Johannes gemeint und damit wird es bei vielen schon abgetan, es wird nicht weiter darüber nachgedacht.
Während meines Studiums interpretierte es ein Dozent noch anders. Er sagte, dass mit dem Jünger, den Jesus liebt, jeder einzelne von uns gemeint ist.
Wenn dem so ist, wie sollen wir dann handeln? Und: Was sagt die Bibel dazu:

Ich habe lange überlegt, welches wohl die wichtigste Stelle ist und fange mit der Stelle an, die ich als die wichtigste empfinde:
Es ist Joh 19: 26f:  Þ Jesus wurde gekreuzigt, vom Kreuz herab gibt er seiner Mutter den Jünger zum Sohn und umgekehrt.
Auf der einen Seite heißt dies für uns, bis unter dem Kreuz  auszuharren und dann ist uns hier Maria als Mutter gegeben worden. Das heißt, wir dürfen uns an Maria wenden.
Zum Thema Kreuz und Jünger gibt es in Der Bibel noch zwei weitere Stellen. Sowohl bei Mt 16,24, als auch bei Lk 9,23 zu lesen ist. Es heißt hier: „Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach.“ Und bei Lk 14,27 heißt es weiter: „Wer nicht sein Kreuz trägt und mir nachfolgt, der kann nicht mein Jünger sein.“
Wenn auch nicht das Kreuz genannt wird, verweist Mt 10,25 im Prinzip auch darauf hin, dass wir das Kreuz tragen sollen und was auf uns zukommen kann. Hier steht: „Der Jünger muss sich damit begnügen, dass es ihm geht wie seinem Meister.“
Wenn man dies so liest, kann einem schon manchmal ganz anders werden. Es kann ein Trost sein, dass wir hier Maria an unserer Seite wissen können.

Auch den Schluss des Johannesevangeliums finde ich wichtig, auch wenn hier nicht ausdrücklich das Wort Jünger gebraucht wird. Wenn man davon ausgeht, dass der Jünger, der Jesus liebte, dieses Evangelium geschrieben hat und wir alle Jünger sein sollen, die Jesus lieben, dann ist es sehr relevant.  Es heißt da bei Joh 21,24: „Dieser Jünger ist es, der das alles bezeugt, und der es aufgeschrieben hat; und wir wissen, dass sein Zeugnis wahr ist.
Für uns könnte dies sozusagen „übersetzt“ heißen: Wir sollen das Evangelium weitergeben, sollen immer wieder von der Wahrheit Zeugnis geben. Dies gehört zum Jünger-Sein dazu.

Wichtig ist nicht nur, dass der Jünger Jesus liebt, sondern auch die Liebe untereinander.  So heißt es bei Joh 13, 35:  „Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid: Wenn ihr einander liebt.“
Hier wieder die Übersetzung: Auch wenn ich den anderen eigentlich nicht leiden kann, er aber sein Christ-Sein auch bewusst lebt. Es geht nicht, dass wir uns einander bekämpfen. Es sollte zumindest möglich sein, sich zu achten.


Ich habe noch einige andere Stellen gefunden, die etwas zum Jünger-Sein aussagen. Diese wenige sollen reichen, denn daran kann man ganz schön „zu knabbern“ haben.