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Mittwoch, 15. August 2018

Heiliger Maximilian Kolbe

Gemälde: Kolbe als KZ-Häftling
Quelle: Ökumenisches Heiligenlexikon


Dieses Bild oben dürften viele kennen. Fast jedes Jahr konnte ich es als Schülerin im Religionsbuch entdecken. Damals wurde er als Vorbild dargestellt. Und diese vorbildliche Funktion hat ihm zum Heiligen gemacht. (Was mir damals nicht bekannt war: Dass er schon zu meiner Schulzeit ein Seliger war.)
Maximilian Kolbe wurde als Vorbild dargestellt, weil er für einen Familienvater in den Hungerbunker ging. – Mehr wusste ich zur Schulzeit nicht und lange wusste ich auch nicht viel mehr. So nach und nach erfuhr ich, dass dieser Priester Franziskaner war,  aus Polen kam eine Zeitschrift herausgab und die Muttergottes sehr verehrte.
Aber reicht das schon, um ein Heiliger zu werden? Daher nochmals etwas mehr:

* 7. Januar 1894
† 14. August 1941 in Auschwitz

Kolbe wurde von seiner Mutter mit Strenge in der Frömmigkeit erzogen. Sie forderte, dass er unbedingt alles glauben solle. – Das hätte auch schief gehen können. Und vieles von seiner Mutter prägte ihn sehr, so z. B. auch die Einstellung gegen die Juden, die er leider sein Leben lang beibehielt.
Mit 13 Jahren ging er auf die Schule der Franziskaner, mit 17 Jahren trat er dort ein und schon ein Jahr später wurde er nach Rom zum Studium gesendet.
Mit 24 Jahren wird er zum Priester geweiht. Ihm war es wichtig, so heilig wie möglich zu sein/werden.
Schlimm war für ihn, dass die Muttergottes immer wieder beleidigt wurde. So gründete er eine Gebetsgemeinschaft, die sich  „Miliz der unbefleckten Empfängnis“ nannte. Gebete wurde vor allem für Freimauer, aber  auch für alle die nicht katholisch waren oder keine Christen, damit diese den wahren Glauben fänden.
Kolbe war schon von Kindheit an lungenkrank. Ein Jahr nach seiner Priesterweihe erlitt er wieder einen Tuberkuloseanfall. Während er sich von der Krankheit erholte, kümmerte er sich um die anderen Kranken, bei denen er anscheinend sehr positiv aufgefallen ist, denn man nannte ihn „Engel der Kranken“
Alle damals verfügbaren Medien verwendete er, um für die Muttergottes „Werbung“ zu machen und alle Menschen zum katholischen Glauben zu führen. Seine Liebe zu Maria ging so weit, dass sein älterer Bruder sich bei ihm beschwerte, denn im Kloster von Kolbe grüßte man  nicht mehr mit „Gelobt sei Jesus Christus“, sondern mit „Maria“. – Ich gebe zu, dass ich damit dann auch Schwierigkeiten haben würde, obwohl ich die Muttergottes verehre. Seinem Bruder scheint es ähnlich ergangen zu sein, denn er meinte: „Es tut mir Leid um den schönen altpolnischen Gruß. … Der neue sieht ein bisschen nach Boykott aus gegenüber dem Herrn Jesus. … Was wird daraus werden?“
Mit 36 Jahren wurde Kolbe nach Japan gesendet und blieb sechs Jahre dort. Dann war er wieder in Polen. Schon kurz nach Kriegsbeginn wurde er verhaftet. Zwar wurde er freigelassen, da er jedoch ein unbequemer Mensch war, wurde er immer wieder verhaftet, bis er schließlich nach Ausschwitz kam. Im Juli 1941 bot sich an, statt Franz Gajowniczek in den Hungerbunker zu gehen, denn jener hatte Familie. Diese Zeit dort verbrachte Kolbe betend und singend. Während die anderen Häftlinge schon tot waren, hörte man ihn noch tagelang. Er ist übrigens nicht gänzlich verhungert: Weil es so lange dauerte und man noch lange Lebenszeichen wahrnahm, wurde ihm eine Giftspritze gegeben.

1971 wurde Kolbe seliggesprochen, 1982 wurde er heiliggesprochen.
Er ist übrigens der Patron der Journalisten und Funkamateure.

Auf Youtube gibt es ein kurzes Video, welches Pater Maximilian Kolbe zeigt. Das möchte ich nicht vorenthalten: 


Mittwoch, 8. August 2018

Heilige Afra

Buchmalerei, 1493, Hartmann Schedels Nürnberger Weltchronik
Quelle: Ökumensiches Heiligenlexikon


Die Diözese Augsburg hat drei Patrone. Am bekanntesten ist wohl der Hauptpatron, der Heilige Ulrich. Daneben gibt es noch die Heilige Afra und den Heiligen Simpert.
Der Gedenktag der Heiligen Afra wird in der Diözese am 07. August gefeiert. Wer war diese Frau?
 Was man auf alle Fälle von ihr weiß: Dass sie unter Kaiser Diokletian  das Martyrium erlitt.
Afra kam mit ihrer Mutter Hilaria nach Augsburg. Hilaria weihte ihre Tochter der Liebegöttin Venus. – Es waren also beides keine Christinnen. So ist es vielleicht auch nicht verwunderlich, dass Afra in der Nähe von Augsburg ein Freudenhaus eröffnete.


Während der diokleatischen Verfolgung suchte Bischof Narzissus auf der Flucht eine Unterkunft und kam so in das Haus von Afra. Die Legende erzählt, dass ein Gebet des Bischof Afra so berührte, dass sie Christin wurde. – Genauso ihre Mutter und die anderen Frauen, die im Freudenhaus arbeiteten. Sie schlossen das Bordell. 

Aus Enttäuschung und Wut zeigten die ehemaligen Besucher des Freudenhauses Afra und ihre Gefährtinnen als Christinnen an, worauf diese getötet wurden. Es heißt, Afra wäre an einen Baum gebunden worden und dort verbrannt.

Übriges wurde auch der Onkel von Afra Christ und der erste Bischof von Augsburg

Es ist kein Wunder, dass sie unter anderem Patronin der reuigen Dirnen, aber auch der Büßerinnen ist.

Eine der bekanntesten Wallfahrtskirche, die ihr geweiht wurden, steht in der Nähe meines Heimatsortes, nämlich „St. Afra im Felde“. Dorthin gibt es auch immer wieder Wallfahrten.

Zum Schluss ein kurzes Video von einer Wallfahrt, leider nicht besonders gut:

Mittwoch, 1. August 2018

Ignatius von Loyola

Gemälde von Giacomo del Conte, entstanden am Tag nach Ignatius' Tod, heute im Generalat der Jesuiten in Rom
Quelle: Ökumenisches Heiligenlexikon

„Alles zu größeren Ehre Gottes“- die war der Leitspruch von Ignatius von Loyola, der in der katholischen Kirche als einer der großen Heiligen bekannt ist.

Doch wer war dieser Heilige? Katholiken wird einfallen, dass er ein sogenannter „Lebemann“ war der auch mal mit Gesetzen in Konflikte kam. Erst durch christliche Literatur hat er zum Glauben gefunden später und die „Geistlichen Übungen“ geschrieben hat. – Das macht jedoch noch keinen Heiligen aus

Zunächst mal Daten über ihn:
Geboren im Jahre 1491, wahrscheinlich am 24. Dezember aus Schloss Loyola in Spanien
Gestorben am 31. Juli 1556 in Rom
Sein Gedenktag ist der 31. Juli.

Ignatius war der Jüngste von zwölf Geschwistern. Als Jugendlicher war er am Hofe von Ferdinand V. Er wollte Karriere beim Militär machen, wurde sogar Offizier. Doch dann zertrümmerte eine Kanonenkugel bei einem Einsatz eines der Beine. Somit war die Militärkarriere beendet. Während er krank war wollte Ignatius lesen. Es waren nur fromme Schriften aufzutreiben. – Sehr zu seinem Verdruss. Doch dann merkte er, dass keine Leere in ihm blieb, wenn er diese las, ganz im Gegensatz zur weltlichen Literatur. So änderte sich sein Leben nach und nach.
Ignatius zog sich zunächst in ein Kloster zurück, um über seinen weiteren Lebensweg Klarheit zu erlangen.  An einem Marienfest, den 25. März (Maria Verkündigung) 1522  weiht er sein Leben Maria, will ihr Ritter sein. – Die Militärlaufbahn hat ihn also geprägt. Und er fing an, in diesem Kloster sein Buch zu  Exerzitien zu entwerfen („Geistliche Übungen).
Mit 22 Jahren geht er an die Lateinschule, wir würden heute Gymnasium sagen, um den Abschluss zu machen. Er fängt an Theologie zu studieren. 
Er gründet dann mit sechs weiteren Gefährten eine Gemeinschaft. Bekannt von diesen dürften Franz Xaver und Peter Faber sein.  Priester war noch keiner von ihnen. Erst als Ignatius 45 Jahre alt war wurden er und die andern zu Priestern geweiht.
Über ein Jahr dauerte es, bis Ignatius die erste Heilige Messe feierte. Aus tiefer Ehrfurcht vor der Heiligen Messe wartete er so lange darauf.
1540 wurde die Gemeinschaft der Jesuiten (Gesellschaft Jesu) vom Papst bestätigt. Neben den drei  Gelübden, die jede Gemeinschaft hat, gehört bei den Jesuiten auch der absolute Gehorsam gegenüber dem Papst dazu.

Außer den „Geistlichen Übungen“ gibt es noch so etwas Ähnliches wie ein Tagebuch/eine Biographie.  Einen Film, der anhand dieser Fragmente entstanden ist, habe ich hier vorgestellt

Als Ignatius starb hatte seine Gemeinschaft ungefähr 1000 Mitglieder.
Das Grab von Ignatius befindet sich in Rom in der Kirche „Il Gesu“

Andrea Pozzi: Ignatius' Sarg aus Goldbronze, in der Kirche Il Gesù in Rom
Quelle: Ökumensiches Heiligenlexikon

Noch etwas zu dem Buch „Geistliche Übungen“:

Es ist das bekannte Exerzitienbuch von Ignatius.  Es sind Übeungen, die für  vier Wochen unterteilt sind. Ungefähr ein Drittel des Buches enthält Anweisungen zu verschiedenen Übungen

 Außerdem gibt es eine Prioritätenliste, die mir auch vorliegt. Es sind  fünf Punkt, wobei der 1. Punkt der wichtigste ist:

1.       Schlaf -> Damit der Mensch alle wach aufnehmen kann
2.       Bewegung -> Damit der Körper gesund bleibt. Es kann Sport betrieben werden, ein Spaziergang gemacht werden…
3.      Gebet -> sich täglich eine bestimmte Zeit nehmen, evtl. eine Gebetsecke einrichten und regelmäßig beten
4.       Zeit für den Menschen mit denen man zusammenlebt -> muss nicht viel Zeit sein, aber zumindest ein wenig Zeit
5.       Arbeit -> steht an letzter Stelle, hat immer noch genug Zeit.


1622 wurde Ignatius mit verschiedenen anderen Menschen heiliggesprochen, u. a. auch Philipp Neri. Als ich dies las musste ich schmunzeln. Der Grund dafür: Als Philipp Neri nach einem Rat gefragt wurde, meinte er: „Was würde Ignatius von Loyola dazu sagen? – Mach genau das Gegenteil davon.“



Mittwoch, 25. Juli 2018

Gebetsanliegen für August




Gebetstag für geistliche Berufungen, Donnerstag, 02. August
Wir bitten um Menschen, die Christus in Armut, Ehelosigkeit und Gehorsam nachfolgen.





Gebetsanliegen des Papstes: 
Alle ökonomischen und politischen Entscheidungen mögen in großer Wertschätzung der Familie getroffen werden



Mittwoch, 18. Juli 2018

Logos von Kirchengemeinden



Viele Kirchengemeinden haben inzwischen Logos. Vor einigen Jahren war ich von einem Logo sehr begeistert, es hat mich zum meditieren eingeladen. Oben ist es zu sehen.

Zunächst: Ein Kreis, aber nicht nur ein Kreis, sondern die Hostie. Sie ist zwar gespalten, aber nur, um die verschiedenen Pfarrgemeinden zu zeigen.
In/Auf der Hostie zu sehen: Ein Kreuz. Daraus erwachsen Zweige. Vielleicht der Lebensbaum?
Unten: Wellen, Wasser. Alles ist gehüllt in dieses Wasser, in das Lebenswasser.

Lebensbaum und das Wasser stehen für Jesus Christus.

Vielleicht findet jemand noch mehr. Es lohnt sich, zu überlegen, was so ein Logo zu sagen hat. 





Mittwoch, 11. Juli 2018

Bernhard von Baden 15. Juli

links: Bernhard von Baden


Am 15. Juli ist der Gedenktag des Seligen Bernhard von Baden. Im Erzbistum Freiburg wird dieser gefeiert, es gibt auch Kirchen, die nach ihm benannt sind, z.B. in Schopfheim.
Wer war dieser Selige?
Wer im Internet nach ihm sucht, findet einige Seiten. Ich will mich auf wenige Daten beschränken.
Geboren wurde Bernhard um 1428/29 bei Baden-Baden. Wie im Bild oben zu sehen, war er Ritter. Schon bald war er persönlicher Gesandter von Kaiser Friedrich III. Was heute eher nicht so gut gesehen wird (auch nicht von mir): Er  warb in dieser Stellung für den Kreuzzug gegen die Osmanen.
Später führte ein recht einfaches, ja asketisches Leben. Er gab ziemlich viel von seinem Einkommen den Armen.
Schon während seines Lebens muss er einen heiligmäßigen Ruf gehabt haben, so dass bei seiner Beerdigung im Jahre 1458 viele Menschen anwesend waren..

Bernhard in Patron der Jugend und von Männern.

Das Fenster auf dem Foto oben ist in der Pfarrkirche St. Gallus in Rheinfelden-Eichsel zu sehen.

Mittwoch, 4. Juli 2018

Der barmherzige Samariter für heute


Quelle: Fotolia


Das Gleichnis vom barmherzigen Samariter kennt wohl jeder.
Samariter waren damals die Ausländer, diejenigen, die den falschen Glauben haben und mit denen man nichts zu tun haben will.
Im Gleichnis gehen ein Levit und ein Priester am Ausgeraubten vorüber. – Sie hatten das Sagen, genauso wie zum Beispiel Pharisäer. Waren also nicht nur Priester sondern man könnte diese auch mit Politikern gleichsetzen.

Wenn ich das Gleichnis für heute übersetzen würde, wie könnte es dann also aussehen? Ich versuche es mal für Europa zu übersetzen:

Eine Person aus dem Mittelstand wird überfallen.  Da kommt ein christlicher Politiker. Dieser sieht die Person zwar, hat es aber eilig und außerdem kein Handy dabei um Hilfe zu holen. Er geht weiter, vergisst den Fall und kümmert sich nicht weiter darum
Dann kommt ein sehr national-denkender Politiker vorbei, dem nur die eigene Nation wichtig ist. Auch er sieht die Person, die überfallen wurde und denkt, dass da bestimmt ein Ausländer dahinter steckt und dies eine Falle ist. Er lässt die Person liegen und geht weiter.
Dann kommt ein muslimischer Asylbewerber. Er leistet erste Hilfe, macht alles, was die Person braucht, ruft den Rettungsdienst und bleibt noch so lange, bis dieser kommt. Auch als die überfallene Person noch im Krankenhaus ist, kümmert sich der Asylbewerber um die Person.

Wer also ist hier der Nächste gewesen?


Mittwoch, 27. Juni 2018

Gebetsanliegen für Juli



Gebetsanliegen für geistliche Berufungen am 05. Juli:

Wir bitten um Menschen, die den Glauben als Religionslehrer/in weitergeben.



Gebetsanliegen des Papstes:

Priester, die sich durch ihre Arbeit erschöpft und allein gelassen fühlen, mögen durch die Vertrautheit mit dem Herrn und durch Freundschaft unter einander Trost und Hilfe finden.

Dazu eine ganz persönliche Anmerkung von mir: Ich kenne einen Priester, der sein Amt aufgegeben hat und aus der Kirche ausgetreten ist, weil er sich vom Bischof alleingelassen gefühlt hat.  Und mehrere Priester, die ihm fast gefolgt wären…
Und ich kenne einen weiteren Priester, der nach seinen ersten Kaplans-/Vikarsjahren das Amt aufgegeben hat, weil ihm alles zu viel wurde; er sich überfordert fühlte.
Ein weiterer Priester hat sich in den ersten Jahren, als er Priester war, übernommen, ist zusammengebrochen. Danach hat er sich erst mal eine Auszeit genommen, sehr lange überlegt, ob dies wirklich seine Berufung ist...
Das Anliegen des Papstes ist also sehr wichtig und sehr aktuell



Mittwoch, 20. Juni 2018

Frauen in der Bibel - Hagar



Hagar – eine interessante Frau, die viel lernen musste und von der wir viel lernen können. Wer war sie?

Mit Abraham und dessen Frau Sara ist Hagar nach Kanaan gekommen. Sie war die Magd von Abraham. Sara bekam keine Kinder. Daher sollte Abraham zur Sklavin gehen. Wie es damals üblich war, wurde das Kind dann als dies der Herrin zugeordnet.
Hagar war aber schadenfroh: Sie war schwanger und Sara nicht! Das ließ Hagar ihrer Herrin spüren. Die darf dann mit Hagar machen, was sie will, woraufhin Hagar wegläuft.
Da nimmt Gott sich zwar ihrer an, aber Sein Engel verlangt: „Kehr zurück zu deiner Herrin und beuge dich unter ihre Hand!“
Hagar muss an sich arbeiten lassen! Gott will sie für sich gebrauchen, aber dazu muss Hagar noch viel lernen. Auch einiges auszuhalten. Vielleicht  muss sie die Demütigungen auch aushalten, weil sie selbst zuvor schadenfroh war.
In dieser Situation lernt Hagar viel. Zum einen gibt sie Gott den Namen: El-Roï - Gott schaut auf mich. Dann passiert das ganze an einem Brunnen. Auch dieser bekommt einen Namen, nämlich Lahai-Roï - Brunnen des Lebendigen, der auf mich schaut.

In ihrer Not erkennt Hagar, dass Gott auf sie schaut, dass sie nicht alleine ist. Aber dies erkennt sie eben erst, nachdem sie zuvor schadenfroh war. Sie muss an sich arbeiten. Für uns gilt also: Wo müssen wir an uns arbeiten? Wo zeigt es uns Gott ziemlich genau?

Eine weitere Stelle gibt es über Hagar:
Sara ist eifersüchtig auf Hagar und ihren Sohn Ismael. Sie denkt wahrscheinlich, dass Ismael doch noch das Erbe antritt und nicht Isaak. Daher fordert Sara Abraham auf Hagar mit Ismael wegzuschicken. – Und Gott sagt Abraham, dass er in diesem Fall auf Sara hören soll.

Wieder ist Hagar weg, diesmal ganz ausgeschlossen. Sie weiß nicht warum, da sie dem Abraham doch einen Sohn geboren hat. Er gibt Hagar zumindest Brot und Wasser. Aber was ist das, wenn überall nur Wüste ist? Gerade Ismael macht es zu schaffen und er fängt an zu weinen, als kein Wasser mehr da ist.
Und Hagar? Sie will nicht mit ansehen, wie ihr Kind stirbt und weint auch.
Wieder hört Gott, wieder ist ein Brunnen in der Nähe. – Mitten in der Wüste eine Quelle, Wasser.

Kann dies nicht ein Zeichen für uns sein, dass mitten in der Trockenheit, in Wüstenzeiten Gott uns helfen möchte? Uns das gibt, was wir brauchen? Wichtig ist dazu IHN immer wieder anzurufen und ihm zu vertrauen.

Mittwoch, 6. Juni 2018

Gottes Bund mit....


Wer das Bild oben ansieht, kann sich schon denken, um welchen Bund es sich handelt. 
Doch: Was hat Gott den genau versprochen? Einfach nur, einen Bund mit uns Menschen? Einen Bund, der bei Noah begann und nie enden wird, zumindest nie für uns Menschen?

Mir sind kürzlich zwei Stellen besonders aufgefallen, die ich anscheinend ansonsten etwas überlesen habe. Vielleicht hat es aber auch mit dem Allgemeinwissen zu tun, welches da so ungefähr heißt: "Der Regenbogen ist Zeichen dafür, dass die Menschen nicht mehr vernichtet werden." Ich möchte noch dazu fügen: Wenn sich der Mensch nach dem Bund Gottes und nach Seinen Geboten richtet.

Wenn dieser Bund Gottes nun für den Menschen gilt, was heißt dies dann für uns untereinander? Ich denke, dass kann jeder für sich beantworten. Es appelliert daran, wie wir miteinander umgehen.


Für manch einen Menschen gilt vielleicht der Mensch, aber alles andere wird ausgebeutet. Dabei ist für Gott das Ende der Sintflut ganz klar: Es geht um alles Leben! Dies hat somit Auswirkungen auf den Umgang mit der Schöpfung, mit Pflanzen und Tieren.

Dass dieser Bund auf alle Fälle auch für die Tiere gilt, wird an anderer Stelle  noch deutlicher gezeigt. - Als ich dies gelesen habe, sind mir der Heilige Franz von Assisi und der Heilige Antonius von Padua eingefallen. Beiden wird nachgesagt, dass sie Tieren gepredigt haben. Könnte da vielleicht etwas Wahres dran sein?

Wenn es wirklich für alle Tiere gilt, dann frage ich mich, welche Auswirkungen dies auch auf mein Verhältnis zu  Motten, Fliegen,Mücken, Silberfischen, Kellerasseln... haben sollte. Wahrscheinlich hat zu diesen Tieren fast keiner ein gutes Verhältnis, von vielen werden diese Tiere getötet. Vielleicht kann man dann zumindest überlegen: Wie töte ich diese Tiere, wie empfindet es den wenigsten Schmerz, ist schnell tot. Das wäre der kleinste Nenner.
Es gilt jedenfalls: Auch für diese Tiere gilt der Bund