Mittwoch, 18. Oktober 2017

Heiliger Evangelist Lukas

Quelle: Fotolia

Heute feiert die Kirche das Fest des Heiligen Lukas ist uns vor allem als Schreiber eines der vier Evangelien und der Apostelgeschichte bekannt. Aber was wissen wir noch von ihm?
Es wird  davon ausgegangen, dass er Paulus auf seinen Reisen begleitet hat, auch mit ihm in Gefangenschaft. Doch heutzutage ist man eher skeptisch, ob dies wirklich stimmt, wenn man die Schriften von Lukas mit denen von Paulus vergleicht.

Lukas war Grieche, hat Jesus Christus selbst nicht gekannt, er schreibt  für Menschen, die keine Christen sind.
Er war Arzt, was sich auf seine Schriften niederschlägt.
Nachgesagt wird ihm, dass er ein Marienverehrer war und ein Bild von ihr gemalt hat.

In der katholischen Kirche wird Lukas als Märtyrer verehrt, da er laut Gregor von Nazianz gewaltsam umgekommen ist.
Hieronymus hingegen behauptet, Lukas sei friedlich gestorben.

An meinen Beschreibungen ist zu sehen: Richtig viel wissen wir nicht über Lukas, außer dass er wirklich ein Evangelium und die Apostelgeschichte geschrieben hat. Aber auch hier ist man sich unsicher, ob diese beiden Werke um 60 – 65 n. Chr. entstanden sind, oder um 80 – 85 n. Chr. 
Die Verfilmung der Apostelgeschichte, die er ja geschrieben hat, ist hier zu sehen

Wie das Bild oben zeigt, wird Lukas oft als  oder mit Stier dargestellt, da er sehr auf den Sühnetod Jesu hinweist. 

Mittwoch, 11. Oktober 2017

Heiliger Papst Johannes XXIII

Johannes' Glassarg in einer Seitenkapelle des Petersdomes im Rom
Quelle: Ökumensiches Heiligenlexikon

Die Katholische Kirche feiert heute den Gendenktag des Heiligen Papstes Johannes XXIII. Die Älteren werden ihn noch als Papst kennen. Die jüngeren wissen vielleicht, dass er das 2. Vatikanische Konzil begonnen hat und als Übergangspapst gilt. Aber wer war dieser Papst?
 Vor einem Lebenslauf, kurz einige Daten:
1881 geboren
1904 Priesterweihe
1925 Bischofsweihe
1953 zum Kardinal ernannt
1958 zum Papst gewählt
1963  gestorben
2000 Seligsprechung
2014 Heiligsprechung

Geboren wurde er  als Angelo Roncalli. Dieser Name wird vielleicht auch noch vielen was sagen, vor allem seine Anekdoten.  Wir wissen, dass er ein sehr humorvoller Mensch war, der auch über sich selbst lachen konnte.
Roncalli ist in einer kinderreichen Familie auf dem Lande aufgewachsen. Bis zum Schluss wollte er eigentlich nichts anderes sein als ein einfacher Landpfarrer. Doch da er sehr intelligent war und auch in Theologie promovierte, bekam er schon ein Jahr nach seiner Priesterweihe (1904) in Jahre 1905 andere Aufgaben: Er wurde Sekretär des Bischofs, lernte die Welt kennen.
Auch später, als Beauftragter des Vatikans  in verschiedenen Ländern bekam er viel zu sehen. Dies prägte ihn. Er sah lernte die verschiedenen Konfessionen kennen, die er schätzte. Dadurch kam es zu Spannungen mit Rom, denn damals galt der Grundsatz, dass das Heil nur in der katholischen Kirche zu finden sei.
Nur einen Monat nachdem Roncalli zum Papst gewählt worden war kündigte er ein Konzil ein, zur Reform und auch für ein besseres Miteinander der Konfessionen und Religionen. 1962 wurde dieses eröffnet.
Auch politisch hatte er Einfluss, vor allem auf die Kubakrise. Er war mit verantwortlich dafür, dass es keinen Angriff gab.

Für Roncalli war es auch wichtig, sich selbst nicht zu sehr in den Mittelpunkt zu stellen, sich selbst nicht zu wichtig zu nehmen. Und: Es gab sehr gute Vorsätze, immer nur für einen Tag. (Diese zum Schluss)


 Tagesgebet an seinem Gedenktag:
Allmächtiger, ewiger Gott, im heiligen Papst Johannes hast du der Welt ein lebendiges Abbild Christi, des guten Hirten, aufleuchten lassen. Gib uns auf seine Fürsprache die Kraft, dass wir den Reichtum christlicher Liebe mit Freude weiterschenken. Darum bitten wir durch Jesus Christus.


Nur für heute
Die Zehn Regeln der Gelassenheit

• Nur für heute werde ich versuchen, im guten Sinn für diesen Tag zu leben, ohne alle Probleme meines Lebens auf einmal lösen zu wollen.

• Nur für heute werde ich größte Sorgfalt auf mein Auftreten legen: mich zurückhaltend kleiden, nicht laut werden, höflich sein im Umgang; ich werde niemanden kritisieren, verbessern oder zurechtweisen — außer mich selbst.

• Nur für heute werde ich glücklich sein in der Gewissheit, dass ich ins Leben gerufen wurde, um glücklich zu sein — nicht nur in der anderen Welt, sondern auch in dieser.

• Nur für heute werde ich mich den Umständen anpassen, ohne zu erwarten, daß alle Umstände sich nach meinen Wünschen richten.

• Nur für heute werde ich zehn Minuten meiner Zeit einer guten Lektüre widmen; denn wie Nahrung notwendig ist für das Leben des Leibes, so ist gute Lektüre notwendig für das Leben der Seele.

• Nur für heute werde ich eine gute Tat tun und niemandem davon erzählen.

• Nur für heute werde ich wenigstens eine einzige Sache tun, zu der ich mich überwinden muss; wenn meine Gefühle dabei verletzt werden, so werde ich es niemanden merken lassen. 

• Nur für heute werde ich mir einen genauen Plan machen; auch wenn ich ihn dann vielleicht nicht Wort für Wort befolge, werde ich ihn aufstellen — und ich werde mich vor zwei Übeln in Acht nehmen: vor Hektik und vor Unentschlossenheit.

• Nur für heute werde ich mich darauf verlassen, auch allem anderen Anschein zum Trotz, dass die gütige Vorsehung Gottes sich meiner annimmt, als gäbe es sonst niemanden auf der Welt.

• Nur für heute werde ich keine Angst haben. Insbesondere werde ich keine Angst davor haben, mich an allem Schönen zu freuen und an das Gute zu glauben. Auch wenn mich der Gedanke, es mein Leben lang so machen zu müssen, bestürzen würde, so kann ich es doch gewiss tun für zwölf Stunden.



Ein Film über diesen Papst ist hier zu sehen.
Über sein Geistliches Tagebuch kann man bei Lara liest einiges erfahren.

Mittwoch, 4. Oktober 2017

Gebetsanliegen für Oktober



Gebetsanliegen des Papstes:

Für die Arbeiter und die Arbeitslosen: Um Respekt und Rechtsschutz für die Arbeiter und dass auch die Arbeitslosen die Möglichkeit erhalten, zum Gemeinwohl beizutragen.




Gebetsanliegen um geistliche Berufungen, am 05. Oktober:


Wir beten für die jungen Menschen um gute Begleitung für ihren Lebensweg.

Mittwoch, 27. September 2017

Engel in der Bibel

Quelle: Fotolia

In der Bibel steht einiges über Engel und es gibt Engelnamen, die wir aus der Bibel kennen.
In diesem Beitrag gibt es drei Teile:
1.       Die namentlich erwähnten Engel in der Bibel
2.      Engel im Alten Testament
3.      Engel im Neuen Testament
1.                 Die namentlich erwähnten Engel in der Bibel

Drei Engel sind in der Bibel erwähnt, wir kennen sie als Erzengel: Michael, Gabriel und Raphael


Martin Schongauer: Michael und der Drache, Radierung, 1470, im Cleveland Museum of Art
Quelle: Ökumenisches Heiligenlexikon

Zunächst zum Erzengel Michael, der Patron von Deutschland ist.  Sein Name bedeutet:  Wer ist wie Gott?
Er wird im Buch Daniel, im Judasbrief und in der Offenbarung erwähnt.
Zunächst heißt es bei Daniel, dass der Erzengel Michael Daniel half. , (vgl. Dan 10, 13+21)  Weiter heißt es bei Daniel, dass es eine Zeit geben wird, in der der Engelfürst (so in Daniel) Michael für sein Volk eintreten wird. (Dan 12, 1)
Im Judasbrief wird auf eine jüdische Legende eingegangen. Hier  steht, dass der Erzengel den Teufel nicht verurteilt, sondern dies Gott überlässt. (Jud 9)
In der Offenbarung schließlich ist die Rede davon, dass im Himmel ein Streit war und Michael gegen den Drachen kämpfte. (Offb. 12.7)
Es gibt noch mehr Stellen in der Bibel, die angeblich vom Erzengel Michael reden, aber sein Name steht eben nicht dabei

Hubert und Jan van Eyck: Gabriel verkündet Maria die Geburt von Jesus, 1432, Genter Altar in der Bavo-Kathedrale in Gent
Quelle: Ökumensiches Heiligenlexikon
Nun zum Erzengel Gabriel. Sein Name bedeutet:  Gott ist meine Stärke.
Viermal kommt der Name dieses Engels in der Bibel vor, zweimal bei Daniel und zweimal im Lukasevangelium.
Bei Daniel erklärt Gabriel dem Daniel eine Vision (Dan 8, 16) und kommt zum Abendgebet zu ihm, um Daniel zu belehren (Dan9, 21f)
Die Erwähnung im Lukasevangelium dürft jeder kennen: Gabriel erscheint dem Zacharias und verkündet die Geburt von Johannes und erscheint Maria und verkündet ihr die Geburt von Jesus.


Schüler von Adam Elsheimer: Tobias und Raphael kehren mit dem Fisch heim, 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts, in der National Gallery in London
Quelle: Ökumenisches Heiligenlexikon


2. Engel im Alten Testament:
Hier verzichte ich nun darauf, die Stellen zu benennen, schreibe aber die Aufgaben dazu und nenne auch nur ein paar der angegebenen Stellen.
-         Ein Engel hilft Menschen, die nicht mehr weiter wissen, z. B. Hagar in der Wüste. Er leitet sie auch, begleitet sie, wie Lot, der aus der Stadt herausgeführt wird.  Auch beim Auszug aus Ägypten ist ein Engel dabei, der die Israeliten leitet, oder beim Propheten Elija
-         Manchmal können Tiere den Engel eher sehen, als Menschen, so wie der Esel von Bileam, der dem Engel ausweicht.
-         Nicht alle Engel nennen ihre Namen, auch dann nicht, wenn sie danach gefragt werden, dies kann man im Buch Richter nachlesen.
-         Engel haben Aufträge, die die Menschen ausführen sollen
-         Engel führen Botschaften Gottes aus, indem sie mit dem Schwert durch die Reihen gehen und Menschen erschlagen. Dies kommt nicht nur vor dem Auszug aus Ägypten vor, sondern auch an anderen Stellen
-         Wer auf Gott vertraut wird durch seine Engel auch in Gefahren behütet, wie z. B. die drei Jünglinge in der Löwengrube

3.Engel im Neuen Testament:
- Der Engel erscheint verschiedenen Personen im Traum, zum Beispiel Josef
- Nachdem Jesus den Versuchungen Satans widerstanden hat, dienen ihm die Engel.
-  Engel sind bei der Geburt Jesus dabei
- Engel freuen sich, wenn ein Sünder umkehrt
- Engel führen Personen, in der Apostelgeschichte ist dies wunderbar zu lesen
- Wir sollen gastfreundlich sein, denn es könnte ein Engel dabei sein.
- In der Offenbarung lesen wir von Engeln, die die Posaune blasen. Die Offenbarung ist ein Buch, indem viele Engel vorkommen, einfach mal lesen, welche Aufgaben diese alle haben.


Alles habe ich jetzt nicht aufgeschrieben, aber ich denke, es lohnt sich, einfach mal darüber nachzudenken, wie die Engel mit uns verbunden sind.



Mittwoch, 20. September 2017

Was sind Engel?





Sie müssen vor allem für Kindergeschichten an Weihnachten herhalten
Sie werden allzu oft verkitscht dargestellt.
Sie haben Einzug in die Werbung gefunden
Und an sie glauben auch Menschen, die nicht an Gott glauben.


Um wen es geht? Um Engel. - Da der September besonders der Monate zur Verehrung der Engel ist, wollte ich dazu etwas schreiben.
Engel heißt übersetzt nichts anderes als Bote Gottes. Wie kann jemand an einen Boten Gottes glauben, aber nicht an Gott? Das widerspricht sich doch!
Sicherlich, es gibt auch Engel, die sich von Gott abgewandt haben, nämlich Luzifer/Satan mit seinen Anhängern. Doch wer das Wort Engel hört, denkt da eher an Hilfe, an Gutes.  Und es gibt konkrete Vorstellungen, so sind sie meist/oft mit Flügeln dargestellt. Muss ein Engel Flügel haben? Es gibt verschiedene Engel, wir wissen, dass diese Geisterwesen sind. Die Cherubime werden im AT mit Flügeln beschrieben, aber wissen wir, ob wirklich alle Engel diese haben.

Was jedenfalls ganz sicher ist: Jeder Mensch hat seinen ganz persönlichen Schutzengel.
Von Pater Pio weiß man, dass er auf Schutzengel vertraut hat, seinen Engel immer zum Engel der anderen Personen gesendet hat, so auch mit anderen im Austausch ist. Also: Schauen wir, dass wir auch auf unsere Schutzengel vertrauen, geben wir ihnen aufgaben. Nicht nur Kinder haben Schutzengel.

Zu den Namen der Engel: Aus der Bibel kennen wir nur drei Namen. Die Esoteriker kennen ganz viele Namen, darauf würde ich mich nicht verlassen. In diesem Falle zählt nur die Bibel, denn wir kennen keine anderen Namen der Engel.
Und es gibt auch in der Esoterik Engelkarten, mit denen man angeblich vorhersagen kann, wie die Woche wird, ähnlich wie bei Sternzeichen. Das ist alles Esoterik, darauf braucht man nicht zu vertrauen.

Der  Katechismus der katholischen Kirche sagt einiges zum Thema Engel und nur das zählt. (-> Es sind die Nummern 311, 326 – 336, 350, 352, 391, - 393, 414,  441, 1023, 1034, 1038, )


Zum Schluss noch ein Lied von Siegfried Fietz und der Abendsegen aus der Oper „Hänsel und Gretel“:


Manchmal brauchst du einen Engel: 



Abendsegen aus der Oper Hänsel und Gretel: 




Mittwoch, 13. September 2017

Klosterküche



 „Kochen mit Leib und Seele“ heißt der Untertitel dieser Doppel-DVD. Und es stimmt. Hier wird wirklich mit viel Liebe gekocht.
Verschiedenen Gemeinschaften hat Pfarrerin Annette Behnken einen Besuch abgestattet. Dabei handelt sich  bei den wenigsten Klosterbewohnern um Orden im engeren Sinne; es sind oft neuere Gruppierungen, manche ökumenisch, die meisten evangelisch, aber auch katholische Ordensleute sind dabei. Und nicht alle, weil für die dies eine wirkliche Berufung ist. So kann man bei einer Gemeinschaft ein Mitglied sagen hören: „Das Evangelische ist okay“- Es wird eben erwartet.
Aber auch die Klöster in denen die Menschen leben werden vorgestellt. Jedes, dieser acht Häuser, die in Abschnitten  von je einer halben Stunde gezeigt werden (eine Gemeinschaft zweimal)hat seine eigne Geschichte.
 Und wie oben geschrieben: Es sind erprobte Rezepte aus frischen Zutaten(!), die gut ankommen wirklich sehr gut schmecken. Wer dazu etwas mehr erfahren will, kann dies hier.
Ausprobieren lohnt sich!
Hierfür liegt auch ein kleines Rezeptheft bei. Diejenigen, die gerne kochen und nicht erst die DVD ansehen wollen, können also gleich loslegen. Für die Gerichte, die in der kleinen Broschüre nicht enthalten sind, gibt es einen Link. Hier sind die restlichen Rezepte zu finden.



Die DVD kann hier für 19,80€ bestellt werden

Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mitGerth-Medien 

Mittwoch, 6. September 2017

Heilige Mutter Teresa von Kalkutta

Mutter Teresa am 10. Dezember 1985 in Rom
 Quelle: Ökumenisches Heiligenlexikon, Manfred Ferarri

Gestern konnten wir den Gedenktag der Heiligen Mutter Teresa von Kalkutta feiern. Viele haben ihr Leben noch mitbekommen. Ich kenne sogar Leute, die bei ihr in den Sterbehäusern mitgeholfen haben.

Da sie so bekannt ist, möchte ich gar nicht viel über sie schreiben, aber einen Teil ihrer Rede zitieren, die sie hielt, als sie 1979 den Friedensnobelpreis erhielt:
"Der größte Zerstörer des Friedens ist heute der Schrei des unschuldigen, ungeborenen Kindes. Wenn eine Mutter ihr eigenes Kind in ihrem eigenen Schoß ermorden kann, was für ein schlimmeres Verbrechen gibt es dann noch, als wenn wir uns gegenseitig umbringen? Sogar in der Heiligen Schrift steht: 'Selbst wenn die Mutter ihr Kind vergessen könnte, ich vergesse dich nicht.' Aber heute werden Millionen ungeborener Kinder getötet, und wir sagen nichts. In den Zeitungen lesen wir dieses und jenes, aber niemand spricht von den Millionen von Kleinen, die empfangen wurden mit der gleichen Liebe wie Sie und ich, mit dem Leben Gottes. Und wir sagen nichts, wir sind stumm."

Ich denke, diese  Sätze sprechen für sich.

Auch das Tagesgebet spricht für sich:
„O Gott, du hast die heilige Jungfrau Teresa berufen, auf die Liebe deines am Kreuze dürstenden Sohnes, mit besonders liebevoller Zuwendung zu den Ärmsten zu antworten. Wir bitten dich: Verleihe uns auf ihre Fürsprache, dass wir in den leidenden Brüdern und Schwestern Christus dienen. Darum bitten wir durch Jesus Christus.“



Ein Musical über Mutter Teresa ist hier  zu sehen.