Mittwoch, 17. Januar 2018

Heiliger Vinzenz Pallotti

Gemälde von Bruno Zwiener
Quelle: Ökumenisches Heiligenlexikon

Seit meiner Kindheit bin ich von Vinzenz Pallotti geprägt,  denn ich gehörte zu einer Pfarrgemeinde, die von Pallottinern geleitet wurde. Sein Gedenktag ist der 22. Januar.
Wer war denn dieser Vinzenz Pallotti?

Vinzenz Pallotti war ein römischer Priester, der eine ordensähnliche Gemeinschaft gegründet hat und damit oft als Vorläufer des 2. Vatikanischen Konzils gesehen wird. Neben all seiner Arbeit war er ein Mystiker, der sehr auf Gott vertraute. Doch zunächst einmal die wichtigsten Daten aus seinem Leben:
v  Geboren am 21. April 1795
v  Gestorben am 22. Januar 1850
v  Im Mai 1818 empfing er die Priesterweihe

Hier Weniges aus seinem Leben:
Vinzenz wuchs in einer gläubigen Familie auf. Schon als Kind war es ihm wichtig, Gutes zu tun. Es ist bekannt, dass er Bettler sein Pausenbrot schenkte  sehr zum Leidwesen seiner Mutter.
Eigentlich wollte Pallotti in eine Ordensgemeinschaft eintreten, aber aufgrund seiner schwächlichen Gesundheit wurde er abgelehnt. So wurde er Weltpriester, was heute dem Diözesanpriester entspricht. Was noch dazu kam: Die Diözese hatte damals kaum Geld, konnte ihn nicht bezahlen. So musste er selbst schauen, wo das Geld herkommt.
Bald nach seiner Priesterweihe wurde er Professor. Neben der theologischen Literatur las er selbst auch Bücher, die auf dem Index standen, holte sich dafür die Erlaubnis.
Doch er hatte es nicht nur leicht. Zu seiner Zeit herrschte die französische Revolution. Ein paar Mal musste er sich daher verstecken, um nicht getötet zu werden.
Auch als er Pfarrer der Kirche Santo Spirito dei Napoletani wurde hörten die Schwierigkeiten nicht auf, denn die anderen Priester wollten es sich vor allem bequem machen. Sie schlossen zum Beispiel die Kirche einfach zu.
Er erkannte, dass der Glaube nicht nur für Katholiken da sein sollte, sondern das Christentum ein weltumspannendes Werk ist. Daher gründete er die katholische Mission, ließ Bibeln für alle Länder in deren Sprachen drucken. Das Geld dafür bekam er von Wohltätern. Genauso war es ihm klar, dass nicht nur Priester und Ordensleute berufen sind, sondern auch Laien. So gründete er die Vereinigung vom katholischen Apostolat (UAC). Da damals die Zeit dafür nicht reif war, gründet er auch die Gesellschaft vom katholischen Apostolat (SAC), eine ordensähnliche Gemeinschaft, heute bekannt unter dem Namen Pallottiner. Bald darauf folgte auch die Schwesterngemeinschaft. Hier unterstütze ihn Elisabeth Sanna, die als einer der ersten dort eintrat.
Einiges von seinem Wirken zeigt sein Denken über Gott, aber auch seinen Humor:
v  An einem sehr verregneten Tag war Pallotti, der klein von Gestalt war, mit einem größeren Mitbruder unterwegs. Dieser regte sich über das Wetter auf.  Pallotti blieb stehen und wies seinen Mitbruder zurecht, wie er ein Wetter, welches Gott schenkt, als schlecht bezeichnet. Man kann sich die Situation vorstellen: Es regnet sehr heftig, da stehen zwei Priester und der Regen läuft vom Hut des größeren auf den kleinen Pallotti herab.
v  Pallotti wurde zu einem Kranken gerufen, der nichts mit Gott zu tun haben wollte. (ich weiß jetzt nicht mehr auswendig, ob es in einem Gefängnis war, oder ein Soldat). Als dieser Kranke Pallotti vor sich sah, fing er an zu schimpfen, wollte nichts mit ihm zu tun haben. Was machte Pallotti? Immer wenn der Mund aufging, schob er einen Keks in den Mund des Kranken und redete dann mit einer Engelsgeduld. Er schaffte es, diesen Kranken zu bekehren.

Es gibt Heilige, die Pallotti auch kannte. Hier sieht man, wie verschieden diese Heiligen sein können:
v  Eine Freundschaft verband ihn mit Kaspar des Bufalo. Beide überlegten zunächst, ob sie gemeinsam eine Gemeinschaft gründen, merkten dann aber, dass die jeweilige Spiritualität zu unterschiedlich ist.  Jedoch blieben sie in Freundschaft verbunden.
v Papst Pius IX war ein Studienkollege Pallottis.  Beide müssen sehr unterschiedliche Ansichten gehabt haben und kamen anscheinend auch nicht miteinander aus. So ist es kein Wunder, dass über Pallottis Lippen einmal der Satz kam: „Der Papst hat ein Brett vor dem Kopf, welches größer als die Tür vom Petersdom ist.“


Wie oben schon beschrieben, dachte Pallotti weltumspannend, zog auch die Laien mit ein. Er wird als Vorläufer der katholischen Aktion und der 2. Vatikanischen Konzils gesehen. So ist es kein Wunder, dass er 1950 selig- und 1963 heiliggesprochen wurde.

Dies sind nur ein paar wenige Daten aus seinem Leben. Es gäbe viel, viel mehr zu sagen/schreiben. Es gibt mehrer Bücher über ihn, die es sich auf alle Fälle lohnt zu lesen, um ihn kennen zu lernen. Er behielt es übrigens sein Leben lang bei, etwas zu verschenken. So mitten im Winter an einen  Bettler seinen Mantel. Pallotti wurde daher krank und starb einige Zeit darauf.
Sein Gedenktag ist der 22. Januar.

In Deutschland gibt es übrigens mehrere Gemeinschaften, die sich auf Vinzenz Pallotti berufen.
v  Hildegardisschwestern

Und dann gibt es natürlich noch die Laienbewegung

Wer sein Denken; seine Mystik etwas mehr kennenlernen möchte, kann dies Buch lesen. 
Eine Ergänzung ist der Beitrag "Vinzenz Pallotti - Ein Priester ruft die Laien

Mittwoch, 10. Januar 2018

Du sollst den Namen Gottes nicht verunehren.

Quelle: Fotolia

-         Oh Gott
-         Ach Gottchen
-         Jesses Maria
-         Gott nochmal
-         Um Gottes Willen
-         ….
 Auch schon mal – ohne nachzudenken dies ausgesprochen? Manchmal als Fluch? Selbst Menschen, die bewusst als Christen leben.
Meist wird es nicht bewusst gesagt, oft nicht einmal wirklich an Gott gedacht. Kann  der Ausspruch da ein aufrichtiges Gebet sein?
Es ist nicht einfach ein Zusatz, nicht einfach ein Ausruf des Erstaunens,  des Erschreckens…
Noch schlimmer: Oft wird es als Fluch gesprochen.
Das ist nichts, was einfach so nebenbei passiert, was man „halt so sagt“ Es wird ganz klipp und klar gegen das zweite der zehn Gebote verstoßen.


Was daran schlimm ist: Ausländern mit muslimischen Wurzeln, denen eigentlich der Glaube wichtig ist, die wissen, dass der Name Allah nicht einfach ohne Grund ausgesprochen wird, lernen von uns, dass bei jeder Kleinigkeit der Name Gottes ausgesprochen werden darf, weil es eben jeder so tut. Erst wenn man sie anspricht, dass Gott und Allah die gleiche Person sind, hören sie auf. Und wir?

Ich kenne eine Mutter, die christlich lebt, mit ihrer Familie jeden Sonntag in die Kirche geht. Anscheinend hat sich damit das christliche Leben. Doch sie verbietet ihren Kindern den Namen Gottes einfach so, ohne Grund auszusprechen! Sie hat verstanden, um was es bei den zehn Geboten geht.

Denken wir in Zukunft daran, wen wir meinen, wenn wir einfach „O Gott“ sagen, ohne nachzudenken.
Ich schaffe es, wenn ich weiß, dass jemand bewusst christlich lebt, denjenigen darauf hinzuweisen. Vielleicht lernen wir dann wieder besser, wer Gott ist, wie heilig ER ist, dass ER derjenige ist, der alles – auch uns – erschaffen hat.

Mittwoch, 3. Januar 2018

Gebetsanliegen für Januar 2018


Gebetsanliegen des Papstes:
Dass Christen und andere religiöse Minderheiten in asiatischen Ländern ihren Glauben in voller Freiheit leben können.



Gebet um geistliche Berufungen am 04. Januar:
Wir bitten um Menschen, die im caritativen Dienst ihre Berufung entdecken.

Mittwoch, 13. Dezember 2017

Marias kleiner Esel - Teil 1


Es gibt eine wunderschöne Geschichte für Kinder, die bestimmt manchmal auch Erwachsenen etwas sagen kann. Dieses Hörbuch werde ich die nächsten drei Mittwoche nach und nach hier einstellen. Es ist eine wunderbare Weihnachtsgeschichte. 
Das erste Video zum Hören ist über diesem Text




 Teil 2 kann hier gehört werden und hier Teil 3

Mittwoch, 6. Dezember 2017

"Du glaubst wohl noch an den Weihnachtsmann....."

🎅

Die Überschrift hört sich jetzt gar nicht christlich an, aber es ist ein Spruch, den man manchmal wirklich hören kann.  Warum dann ruhig bleiben und sich schämen?
Die Antwort dazu könnte heißen: Nein, aber ich glaube an das Christkind, also an Jesus Christus.
Vielleicht braucht es etwas Mut, vielleicht wird man dann schief angesehen. Aber es zeigt: Ich bin ein gläubiger Christ.

Manchmal heißt es auch: „Du glaubst wohl noch an das Christkind?“ Dann einfach sagen: Ja, ich glaube an das Christkind, das Christuskind, ich glaube an Jesus Christus.